Kaffeesorten

Kaffee-Elefant-Espresso

Die afrikanischen Kaffeebohnen schmecken Elefantenstark!

kaffeebohne-Kaufberatung-KaffeemaschineInsgesamt gibt es rund 500 verschiedene Gattungen der Pflanze Caffea, allerdings werden nur wenige davon für die Kaffeeproduktion verwendet. Die weitaus bedeutendsten Sorten für die Kaffeeproduktion sind Arabica-Kaffee mit einem Anteil von ca. 60%, und Robusta-Kaffee, die es auf deutlich über 30% Anteil bringt.

Andere Sorten wie Coffea Liberica und Coffea Excelsa sind eher selten. Eine wahre Rarität sind die Kopi Luwak Kaffeebohnen, die auf ihrem Weg zur Röstung erst den Magen einer indonesischen Katzenart durchwandern muss. Hier findest Du Wissenswertes rund um die verschiedenen Kaffeesorten, ihre Besonderheiten und Eigenschaften…

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Arabica

Arabica ist die am längsten bekannte Art der Coffea Pflanzenfamilie. Systematisch angebaut wurde sie zum ersten Mal im Süden von Jemen im 15. Jahrhundert. Holländische Kolonialhändler brachten sie im 17. Jahrhundert nach Sri Lanka und Java. Heute sind die wichtigsten Anbaugebiete von Arabica-Kaffee in Brasilien, Kolumbien, und Zentralamerika.

Diese Bohnensorte, die nur die Hälfte des Koffeins im Vergleich zur Robusta-Bohne enthält, ist vor allem wegen ihres Aromas beliebt und berühmt geworden. Um dieses Aroma zu erhalten, oder gar zu verbessern, wählt man in der Regel die nasse Aufbereitung der Bohne. Ihr ursprüngliches Verbreitungsbiet liegt im Äthiopien. Die Pflanzenart ist sehr hitzeempfindlich und wächst daher am besten im Halbschatten hoher Bäume und in höheren Berglagen über 1000 Metern. Ausserdem benötigt die Pflanze eine relativ hohe Niederschlagsmenge. Unter günstigen Bedingungen wächst die Pflanze auf eine Höhe von bis zu 8 Metern. Der Reifungsprozess der Frucht dieser immergrünen Pflanze dauert 6 bis 8 Monate.

Robusta

Robusta Kaffee wurde im 19. Jahrhundert in Afrika entdeckt und stammt ursprünglich aus dem Regenwaldgürtel nahe dem Äquator, zwischen Uganda und Westafrika. Robusta Kaffee hat höhere Ernteerträge und einen wesentlich höheren Koffeingehalt als Arabica Kaffee und eignet sich deshalb besonders gut für die Massenproduktion. Für die Röstung wird Robusta Kaffee in der Regel trocken aufbereitet.

Von den Farmern wird diese Sorte vor allem wegen ihrer Widerstandsfähigkeit und Anbaufreundlichkeit geschätzt. Seine Reifezeit beträgt 9 – 11 Monate. Robusta Kaffee ist im Gegensatz zu Arabica-Kaffee weniger Anspruchsvoll im Anbau. Er ist weniger hitzeempfindlich, benötigt deshalb keinen Halbschatten von Bäumen und wächst auch in niedrigeren und flacheren Regionen, was wiederum eine maschinelle Ernte ermöglicht.

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Daher ist Robusta auch der preisgünstigere Kaffee auf dem Markt und wird deshalb häufig für die Produktion von löslichem Kaffee verwendet. Aber auch der italienische Espresso wird häufig aus den hochwertigeren Robustabohnen hergestellt, da er eine gute Crema bildet. Optisch unterscheidet sich diese Bohnensorte durch einen geraden Einschnitt in der Bohne, von der Arabica, die einen gewellten Einschnitt hat.

Hauptanbaugebiete des Robusta Kaffees sind heute neben den Afrikanischen Staaten Uganda und Elfenbeinküste vorallem Indonesien und Vietnam.

… und noch mehr Sorten;-)

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Excelsa

Die Excelsa Pflanze wurde 1904 am Tschadsee gefunden. Sie zeichnet vor allem die Fähigkeit aus, auf trockenerem Boden gut zu gedeihen und auch in regenarmen Jahren einen befriedigenden Ertrag zu erwirtschaften und hat von allen Bohnensorten den kräftigsten Wuchs. Dennoch hat sie nur ein Prozent Anteil an der Weltproduktion, vielleicht auch deshalb, weil sie mit 12 – 14 Monaten eine sehr lange Reifeperiode hat. Hauptanbaugebiete von Excelsa Kaffee sind einige afrikanische Länder wie Sierra Leone, Liberia und Benin sowie in Asien die Philippinen, Vietnam und Indonesien.

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Liberica

Auch Liberica Kaffee hat eine Reifezeit von 12 – 14 Monaten. Sie gilt als ertragreich und zeichnet sich durch ihre besondere Widerstandsfähigkeit gegen Parasiten aus. Wirtschaftlich ist sie allerdings sehr unbedeutend.

Stenophylla

Stenophylla ist eine besonders kleinblättrige Pflanze, die vor allem in Guinea und Sierra Leone bekannt ist. Dort wird mit ihr der berühmte „Highland Coffee“ hergestellt. Die Bohnen sind groß und haben eine rundere Form. Der Reifung nahe werden die Früchte schwarz. Sie kann bis zu einer Meereshöhe von 700 Metern angebaut werden.

Maragogype

Diese Sorte wird hauptsächlich in Nicaragua, Costa Rica und Mexiko angebaut. Sie gedeiht am besten in Höhenlagen von 400 bis 1200 Metern, allerdings ist der Ernteertrag in der Regel niedriger als bei anderen Kaffeesorten. Die Herkunft der Maragogype Pflanze ist nicht völlig gewiss. Entweder handelt es sich um eine Mutation aus der Arabica-Bohne oder – nach einer anderen Theorie – um eine Kreuzung aus Arabica- und Libericabohne. Die Bohnen sind um ein Drittel größer als die üblichen Kaffeebohnen.

Zu guter letzt, der teuerste Kaffee der Welt: Kopi Luwak

Kopie Luwak ist nicht nur der teuerste Kaffee der Welt, sondern auch eine wirkliche Kuriosität. Er muss nämlich nach der Ernte zunächst durch den Magen einer indonesischen Schleichkatze – dem Fleckenmusang (indonesisch: Luwak) – wandern. Unglaublich, oder?

Der Luwak hat eine Leibspeise: Kaffeekirschen. Allerdings kann diese Schleichkatzenart die Bohne nicht verdauen und scheidet sie nach dem Verzehr unverdaut wieder aus. Die Bohne, so vermuten Wissenschaftler, wird auf dem Weg durch den Verdauungstrakt durch Nassfermentierung veredelt und erhalten dadurch ihren einzigartigen und unverwechselbaren Geschmack. Bei der Nassfermentierung werden die Kaffeekirschen eingeweicht und das Fruchtfleisch durch Mikroorganismen zersetzt. Übrig bleibt dann nur noch der Kern (die Bohne). Dieses Verfahren, das auch meist für Arabica-Kaffee angewandt wird, findet auf ähnlich Weise im Verdauungssystem der Katze mit Hilfe von Enzymen und der Magensäure statt. Durch diesen Vorgang verändern sich die Geschmackseigenschaften im Kaffee. Unter anderem werden ihm die Bitterstoffe entzogen und der Kaffee schmeckt dadurch erheblich milder. Auch ein Schokoladen- und Karamelgeschmack wird dem Kopi Luwak nachgesagt. Die Röstung erfolgt dann allerdings wie bei gewöhnlichem Kaffee.

Durch die relativ unbeeinflussbare Produktionsweise fällt die Ernte allerdings sehr gering aus. Nur ca. 200 Kilogramm werden pro Jahr erzeugt, und da verwundert es nicht, dass der Preis für diesen einzigartigen Kaffee sehr hoch liegt. Für ein Kilo muss man ca. 1.000 Euro hinblättern, wenn man ihn überhaupt erhält. Nicht vielen Herstellern gelingt es nämlich, die seltenen Bohnen zu ergattern.

Kann man diesen Geschmack nicht auch auf andere Weise erzielen, oder den Prozess, der im Verdauungstrakt der Katze stattfindet, imitieren? Die Frage drängt sich angesichts des Preises durchaus auf. Tatsächlich suchen weltweit Kaffeeproduzenten nach Herstellungsverfahren, die ein vergleichbares Ergebnis erzielen, bislang allerdings ohne Erfolg. Forscher haben den Kot von Schleichkatzen anderer Länder untersucht und stellten fest, dass der Geschmack des Kaffees bei jeder Gattung ein wenig unterschiedlich ausfällt. Auch Versuche, den Fermentierungsprozess im Labor nachzuahmen schlugen fehl. Der einzigartige Geschmack des Kopi Luwak konnte bislang nicht künstlich erzeugt werden.

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